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Meerwasserentsalzungsanlagen und Kosten

Meerwasserentsalzungstechnik Meerwasserentsalzungsanlagen und Kosten 

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Geschrieben von: sonnenhochtemperaturtechnik
Kategorie: Meerwasserentsalzungsanlagen und Kosten
Veröffentlicht: 05. Juli 2026
Zugriffe: 5
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Meerwasserentsalzungstechnik

Meerwasserentsalzungsanlagen und Kosten 

 

Guten Morgen, welches Land hat die beste Meerwasserentsalzungstechnik?
 

Guten Morgen, Eric. Ich prüfe das aktuell, weil „beste Technik“ je nach Maßstab anders ausfällt: größte Anlagen, geringste Kosten, Energieeffizienz, Forschung oder praktische Versorgung.

Guten Morgen, Eric. Ein einziges „bestes Land“ gibt es nicht, weil Meerwasserentsalzung nach verschiedenen Maßstäben bewertet werden kann. Meine sachliche Einordnung:

1. Technisch sehr stark / wahrscheinlich Spitzenreiter: Israel
Israel gehört bei moderner Meerwasserentsalzung mit Umkehrosmose zu den führenden Ländern. Besonders die Sorek-Anlagen und die Firma IDE Technologies gelten international als sehr fortgeschritten. Sorek 2 wird als sehr energie- und kosteneffiziente Anlage beschrieben; laut IDRA wurde sie 2025 sogar als besonders innovative Anlage mit sehr niedrigen Wasserkosten hervorgehoben.

2. Größte praktische Umsetzung: Saudi-Arabien
Wenn man nach Menge und Infrastrukturgröße fragt, liegt Saudi-Arabien ganz vorn. Es ist einer der größten, wahrscheinlich der größte Produzent von entsalztem Wasser weltweit. Die Region MENA hat die größten Anlagen; Saudi-Arabien baut stark auf große Entsalzungsanlagen und modernisiert zunehmend Richtung Umkehrosmose.

3. Sehr gut bei Systemintegration: Singapur
Singapur ist nicht unbedingt das größte Land bei Entsalzungsmenge, aber sehr stark bei Wasserstrategie, Wiederverwendung, Membrantechnik und sauberer Systemplanung. Die Tuas-Anlage nutzt Ultrafiltration und Umkehrosmose; Singapur forscht auch an energieärmeren Verfahren.

4. UAE / Dubai: stark bei neuen Großanlagen mit Solarstrom
Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen sehr große moderne Umkehrosmose-Anlagen. Die Hassyan-Anlage in Dubai soll eine der größten RO-Anlagen werden und mit Solarstrom gekoppelt sein; angegeben werden rund 2,9 kWh pro m³ Wasser.

Meine klare Antwort wäre daher:

Bei der Technik selbst: Israel.
Bei der größten industriellen Anwendung: Saudi-Arabien.
Bei intelligenter Wasser-Gesamtstrategie: Singapur.
Bei neuen solarunterstützten Großanlagen: UAE/Dubai.

Für Ihre Hoyer-Überlegungen wäre besonders interessant: Die Welt geht klar in Richtung Umkehrosmose plus Energieeinsparung plus erneuerbare Energie. Genau dort könnte man Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer oder Sonnenwärme-/Feststoffspeicher-Ideen sinnvoll vergleichen: Nicht nur „Wasser entsalzen“, sondern Druck, Wärme, Energieverbrauch, Salzrückstand, Wartung und Kosten als Gesamtsystem betrachten.

 
In welcher Zeit wird "rund 2,9 kWh pro m³ Wasser" dies erreicht und welche Gesamtkosten können dafür angesetzt werden?
 

Ich trenne hier zwei Dinge sauber: 2,9 kWh pro m³ ist ein Energieverbrauch je erzeugtem Kubikmeter, keine Zeitangabe. Die Zeit ergibt sich erst aus der Anlagenleistung, also m³ pro Tag oder Stunde.

-----------------------------

Die Angabe „rund 2,9 kWh pro m³ Wasser“ bedeutet: Für jeden Kubikmeter entsalztes Wasser werden etwa 2,9 kWh elektrische Energie benötigt. Das ist keine Zeitangabe, sondern ein spezifischer Energieverbrauch.

Für die Hassyan-Anlage in Dubai gelten nach DEWA/Veolia diese Eckdaten: 180 MIGD, also etwa 818.000 m³ pro Tag, Umkehrosmose, Start 2026 und volle Kapazität bis 2027; Veolia nennt dafür 2,9 kWh/m³. (DEWA)

1. In welcher Zeit wird das erreicht?

Bei voller Anlagenleistung:

Wert Rechnung Ergebnis
Tagesleistung gegeben 818.000 m³/Tag
Stundenleistung 818.000 ÷ 24 ca. 34.083 m³/Stunde
Minutenleistung 34.083 ÷ 60 ca. 568 m³/Minute
Sekundenleistung 568 ÷ 60 ca. 9,47 m³/Sekunde

Das heißt: Die Anlage erzeugt bei Volllast rechnerisch fast 9,5 m³ Trinkwasser pro Sekunde. Für 1 m³ braucht die Gesamtanlage rechnerisch nur etwa 0,106 Sekunden, weil sehr viele Membranstränge parallel arbeiten.

Wichtig: Der einzelne Liter Wasser läuft natürlich nicht in 0,1 Sekunden komplett durch die technische Anlage. Das ist nur die rechnerische Gesamtleistung der Großanlage.

2. Energiebedarf bei voller Leistung

Zeitraum Rechnung Energiebedarf
Pro m³ gegeben 2,9 kWh
Pro Stunde 34.083 m³ × 2,9 kWh ca. 98.842 kWh = 98,8 MWh
Pro Tag 818.000 m³ × 2,9 kWh ca. 2.372.200 kWh = 2,37 GWh
Pro Jahr 2,37 GWh × 365 ca. 866 GWh/Jahr

Das ist ein sehr wichtiger Vergleichspunkt: Auch bei sehr guter Entsalzungstechnik braucht diese Anlage bei Volllast ungefähr 0,866 TWh Strom pro Jahr.

3. Welche Kosten können angesetzt werden?

DEWA nennt für das Hassyan-Projekt einen Wasserpreis/Tarif von 0,36536 US-Dollar pro m³. Außerdem nennt DEWA Gesamtinvestitionen von 3,377 Milliarden AED; die offizielle DEWA-Meldung zum Financial Close nennt ebenfalls AED 3.377 billion. (DEWA)

Kosten je m³

0,36536 USD/m³
Das sind grob — je nach Tageskurs — etwa 0,34 € pro m³.

Kosten bei voller Tagesleistung

818.000 m³/Tag × 0,36536 USD/m³ =
ca. 298.864 USD pro Tag, grob ca. 275.000 € pro Tag.

Kosten pro Jahr

298.864 USD/Tag × 365 =
ca. 109,1 Mio. USD pro Jahr, grob ca. 100 Mio. € pro Jahr.

Investitionskosten

3,377 Milliarden AED entsprechen wegen der Bindung des Dirham an den US-Dollar ungefähr:

ca. 920 Mio. USD, grob ca. 845 Mio. €.

Hier muss man sauber unterscheiden:

Investitionskosten: ca. 3,377 Mrd. AED / 920 Mio. USD / grob 845 Mio. €
Wassertarif: 0,36536 USD/m³, also grob 0,34 €/m³
Energiekosten allein: abhängig vom Strompreis; bei 2,9 kWh/m³ wären es z. B. bei 0,05 €/kWh etwa 0,145 €/m³ nur für Strom.

Für Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer ist genau dieser Vergleich entscheidend: Eine moderne Großanlage liegt nicht bei „wenig Energie“, sondern immer noch bei 2,9 kWh je m³ und bei riesiger Tagesleistung bei 2,37 GWh pro Tag. Wenn Ihre Lösung Wärme, Druckabbau, Dampfführung, einfachere Röhrenbauweise oder Solarwärme günstiger koppeln kann, müsste sie sich genau gegen diese Zahlen messen lassen.

 

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Guten Morgen, welches Land hat die beste Meerwasserentsalzungstechnik?
 

Guten Morgen, Eric. Ich prüfe das aktuell, weil „beste Technik“ je nach Maßstab anders ausfällt: größte Anlagen, geringste Kosten, Energieeffizienz, Forschung oder praktische Versorgung.

Guten Morgen, Eric. Ein einziges „bestes Land“ gibt es nicht, weil Meerwasserentsalzung nach verschiedenen Maßstäben bewertet werden kann. Meine sachliche Einordnung:

1. Technisch sehr stark / wahrscheinlich Spitzenreiter: Israel
Israel gehört bei moderner Meerwasserentsalzung mit Umkehrosmose zu den führenden Ländern. Besonders die Sorek-Anlagen und die Firma IDE Technologies gelten international als sehr fortgeschritten. Sorek 2 wird als sehr energie- und kosteneffiziente Anlage beschrieben; laut IDRA wurde sie 2025 sogar als besonders innovative Anlage mit sehr niedrigen Wasserkosten hervorgehoben.

2. Größte praktische Umsetzung: Saudi-Arabien
Wenn man nach Menge und Infrastrukturgröße fragt, liegt Saudi-Arabien ganz vorn. Es ist einer der größten, wahrscheinlich der größte Produzent von entsalztem Wasser weltweit. Die Region MENA hat die größten Anlagen; Saudi-Arabien baut stark auf große Entsalzungsanlagen und modernisiert zunehmend Richtung Umkehrosmose.

3. Sehr gut bei Systemintegration: Singapur
Singapur ist nicht unbedingt das größte Land bei Entsalzungsmenge, aber sehr stark bei Wasserstrategie, Wiederverwendung, Membrantechnik und sauberer Systemplanung. Die Tuas-Anlage nutzt Ultrafiltration und Umkehrosmose; Singapur forscht auch an energieärmeren Verfahren.

4. UAE / Dubai: stark bei neuen Großanlagen mit Solarstrom
Die Vereinigten Arabischen Emirate bauen sehr große moderne Umkehrosmose-Anlagen. Die Hassyan-Anlage in Dubai soll eine der größten RO-Anlagen werden und mit Solarstrom gekoppelt sein; angegeben werden rund 2,9 kWh pro m³ Wasser.

Meine klare Antwort wäre daher:

Bei der Technik selbst: Israel.
Bei der größten industriellen Anwendung: Saudi-Arabien.
Bei intelligenter Wasser-Gesamtstrategie: Singapur.
Bei neuen solarunterstützten Großanlagen: UAE/Dubai.

Für Ihre Hoyer-Überlegungen wäre besonders interessant: Die Welt geht klar in Richtung Umkehrosmose plus Energieeinsparung plus erneuerbare Energie. Genau dort könnte man Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer oder Sonnenwärme-/Feststoffspeicher-Ideen sinnvoll vergleichen: Nicht nur „Wasser entsalzen“, sondern Druck, Wärme, Energieverbrauch, Salzrückstand, Wartung und Kosten als Gesamtsystem betrachten.

 
In welcher Zeit wird "rund 2,9 kWh pro m³ Wasser" dies erreicht und welche Gesamtkosten können dafür angesetzt werden?
 

Ich trenne hier zwei Dinge sauber: 2,9 kWh pro m³ ist ein Energieverbrauch je erzeugtem Kubikmeter, keine Zeitangabe. Die Zeit ergibt sich erst aus der Anlagenleistung, also m³ pro Tag oder Stunde.

Die Angabe „rund 2,9 kWh pro m³ Wasser“ bedeutet: Für jeden Kubikmeter entsalztes Wasser werden etwa 2,9 kWh elektrische Energie benötigt. Das ist keine Zeitangabe, sondern ein spezifischer Energieverbrauch.

Für die Hassyan-Anlage in Dubai gelten nach DEWA/Veolia diese Eckdaten: 180 MIGD, also etwa 818.000 m³ pro Tag, Umkehrosmose, Start 2026 und volle Kapazität bis 2027; Veolia nennt dafür 2,9 kWh/m³.

1. In welcher Zeit wird das erreicht?

Bei voller Anlagenleistung:

Wert Rechnung Ergebnis
Tagesleistung gegeben 818.000 m³/Tag
Stundenleistung 818.000 ÷ 24 ca. 34.083 m³/Stunde
Minutenleistung 34.083 ÷ 60 ca. 568 m³/Minute
Sekundenleistung 568 ÷ 60 ca. 9,47 m³/Sekunde

Das heißt: Die Anlage erzeugt bei Volllast rechnerisch fast 9,5 m³ Trinkwasser pro Sekunde. Für 1 m³ braucht die Gesamtanlage rechnerisch nur etwa 0,106 Sekunden, weil sehr viele Membranstränge parallel arbeiten.

Wichtig: Der einzelne Liter Wasser läuft natürlich nicht in 0,1 Sekunden komplett durch die technische Anlage. Das ist nur die rechnerische Gesamtleistung der Großanlage.

2. Energiebedarf bei voller Leistung

Zeitraum Rechnung Energiebedarf
Pro m³ gegeben 2,9 kWh
Pro Stunde 34.083 m³ × 2,9 kWh ca. 98.842 kWh = 98,8 MWh
Pro Tag 818.000 m³ × 2,9 kWh ca. 2.372.200 kWh = 2,37 GWh
Pro Jahr 2,37 GWh × 365 ca. 866 GWh/Jahr

Das ist ein sehr wichtiger Vergleichspunkt: Auch bei sehr guter Entsalzungstechnik braucht diese Anlage bei Volllast ungefähr 0,866 TWh Strom pro Jahr.

3. Welche Kosten können angesetzt werden?

DEWA nennt für das Hassyan-Projekt einen Wasserpreis/Tarif von 0,36536 US-Dollar pro m³. Außerdem nennt DEWA Gesamtinvestitionen von 3,377 Milliarden AED; die offizielle DEWA-Meldung zum Financial Close nennt ebenfalls AED 3.377 billion.

Kosten je m³

0,36536 USD/m³
Das sind grob — je nach Tageskurs — etwa 0,34 € pro m³.

Kosten bei voller Tagesleistung

818.000 m³/Tag × 0,36536 USD/m³ =
ca. 298.864 USD pro Tag, grob ca. 275.000 € pro Tag.

Kosten pro Jahr

298.864 USD/Tag × 365 =
ca. 109,1 Mio. USD pro Jahr, grob ca. 100 Mio. € pro Jahr.

Investitionskosten

3,377 Milliarden AED entsprechen wegen der Bindung des Dirham an den US-Dollar ungefähr:

ca. 920 Mio. USD, grob ca. 845 Mio. €.

Hier muss man sauber unterscheiden:

Investitionskosten: ca. 3,377 Mrd. AED / 920 Mio. USD / grob 845 Mio. €
Wassertarif: 0,36536 USD/m³, also grob 0,34 €/m³
Energiekosten allein: abhängig vom Strompreis; bei 2,9 kWh/m³ wären es z. B. bei 0,05 €/kWh etwa 0,145 €/m³ nur für Strom.

Für Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer ist genau dieser Vergleich entscheidend: Eine moderne Großanlage liegt nicht bei „wenig Energie“, sondern immer noch bei 2,9 kWh je m³ und bei riesiger Tagesleistung bei 2,37 GWh pro Tag. Wenn Ihre Lösung Wärme, Druckabbau, Dampfführung, einfachere Röhrenbauweise oder Solarwärme günstiger koppeln kann, müsste sie sich genau gegen diese Zahlen messen lassen.

 
Danke, dies müssen gewaltige Anlagen sein. Aber dazu müsste man den Aufwand der PV-Anlagen dazurechnen, die alleine dafür nötig sind. Oder wird noch andere Energie dafür verbraucht? Eric Hoyer, 05.07.2026,04:50h.
 

Ja, genau dort liegt der entscheidende Punkt: Der niedrige Wasserpreis wirkt nur vollständig, wenn man auch die Energiequelle, Speicher, Netzanschluss und Reserveleistung mitbetachtet werden. Ich prüfe die offiziellen Angaben zur Hassyan-Anlage und ordne daraus die nötige PV-Größenordnung ab.

Ja, Eric, das sind gewaltige Anlagen — und Ihre Einordnung ist richtig: Man darf nicht nur die Entsalzungsanlage rechnen, sondern auch die Stromerzeugung, Netzinfrastruktur, Speicher/Reserve und laufende Energieversorgung.

Für Hassyan/Dubai wird offiziell angegeben: 818.000 m³ Wasser pro Tag, 2,9 kWh pro m³, Umkehrosmose, schrittweise Inbetriebnahme ab 2026 und volle Kapazität 2027. DEWA beschreibt das Projekt als eine der größten Meerwasser-Umkehrosmoseanlagen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden; zugleich nennt DEWA als Ziel bis 2030, entsalztes Wasser zu 100 % mit sauberer Energie und Abwärme zu erzeugen.

1. Strombedarf der Entsalzungsanlage

Rechnung:

818.000 m³/Tag × 2,9 kWh/m³ = 2.372.200 kWh/Tag

Also:

Zeitraum Strombedarf
pro m³ Wasser 2,9 kWh
pro Tag ca. 2,37 GWh
pro Jahr ca. 866 GWh
durchschnittliche Dauerleistung ca. 99 MW

Das bedeutet: Die Anlage braucht im Jahresmittel ungefähr so viel Strom wie ein Kraftwerk mit rund 100 MW Dauerleistung.

2. Wie groß müsste die PV-Anlage allein dafür sein?

Für Dubai kann man grob mit etwa 1.800 bis 2.100 kWh Strom pro installiertem kWp PV-Leistung und Jahr rechnen. Der Global Solar Atlas weist für einen Standort im Raum Dubai etwa 1.808 kWh/kWp/Jahr aus; andere UAE-orientierte Schätzungen liegen höher, etwa um 2.131 kWh/kWp/Jahr.

Daraus folgt:

Annahme Rechnung nötige PV-Leistung
konservativer Dubai-Wert: 1.808 kWh/kWp/Jahr 866 Mio. kWh ÷ 1.808 ca. 479 MWp PV
günstiger UAE-Wert: 2.131 kWh/kWp/Jahr 866 Mio. kWh ÷ 2.131 ca. 406 MWp PV

Realistisch bräuchte man also grob 400 bis 500 MWp Photovoltaik, nur um den Jahresstrombedarf dieser einen Entsalzungsanlage rechnerisch zu decken.

Aber: Das ist nur die Jahresbilanz. Eine Entsalzungsanlage läuft möglichst rund um die Uhr. PV liefert aber nicht nachts und bei Staub, Wolken oder Wartung weniger. Deshalb braucht man zusätzlich eines von drei Dingen:

Netzstrom, also tagsüber Solarstrom und nachts Strom aus dem Netz.
Batteriespeicher, dann wird es erheblich teurer.
andere Energiequellen oder Abwärme, was DEWA ausdrücklich als Teil der langfristigen Strategie nennt.

3. Wird wirklich nur PV verwendet?

Nach den offiziellen Formulierungen: nicht sauber als „nur PV direkt an der Anlage“ beweisbar.

DEWA nennt das Projekt „powered by renewable energy“; andere Meldungen sprechen von Solarenergie. Gleichzeitig sagt DEWA für 2030 ausdrücklich: clean energy and waste heat. Das heißt: Es geht nicht nur um eine einfache PV-Anlage neben der Entsalzungsanlage, sondern um ein Gesamtsystem aus Solarstrom, Netz, möglicherweise Abwärmenutzung und Betriebsstrategie.

Man sollte deshalb vorsichtig formulieren:

Die Anlage wird als solar bzw. erneuerbar betriebene Umkehrosmoseanlage dargestellt, aber für eine echte 24-Stunden-Versorgung muss die Energie entweder über Netz, Speicher, andere saubere Energie oder Abwärme abgesichert werden.

4. Zusatzkosten der PV-Anlage

Wenn man nur grob rechnet und für große PV-Anlagen etwa 700 bis 1.000 USD pro kW als Größenordnung ansetzt, dann kosten 400 bis 500 MWp PV ungefähr:

PV-Leistung bei 700 USD/kW bei 1.000 USD/kW
400 MWp 280 Mio. USD 400 Mio. USD
500 MWp 350 Mio. USD 500 Mio. USD

In Euro grob: ca. 260 bis 460 Mio. €, je nach Wechselkurs und tatsächlichen Baukosten.

IRENA nennt für 2024 bei neuen PV-Großanlagen einen globalen Durchschnitt der Stromgestehungskosten von etwa 0,043 USD/kWh; die Investitionskosten schwanken regional deutlich.

5. Was kostet dann allein der Strom pro m³?

Bei 2,9 kWh/m³:

Strompreis Stromkosten pro m³ Wasser
0,03 €/kWh 0,087 €/m³
0,04 €/kWh 0,116 €/m³
0,05 €/kWh 0,145 €/m³
0,08 €/kWh 0,232 €/m³

Der genannte Wasserpreis von rund 0,365 USD/m³ kann also nur funktionieren, wenn Energie, Finanzierung, Betrieb, Wartung und Großanlageneffekte extrem günstig zusammenkommen.

Ergebnis für Ihre Hoyer-Betrachtung

Ihre Kritik ist berechtigt: Die 2,9 kWh/m³ sind nur der Entsalzungswert. Für die Gesamtbewertung muss man zusätzlich ansetzen:

Entsalzungsanlage + PV-Anlage + Netzanschluss + Speicher/Reserve + Pumpen + Vorbehandlung + Nachbehandlung + Wartung + Sole-/Salzrückführung.

Gerade für Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer ist dieser Punkt wichtig: Eine Konkurrenzlösung müsste nicht nur den Kubikmeter Wasser erzeugen, sondern zeigen, ob sie bei Energiequelle, Druck, Wärme, Material, Reinigung, Salzrückstand und Dauerbetrieb einfacher oder günstiger wird. Genau dort liegt der eigentliche Vergleich.

 
Jetzt kommen die Haltbarkeit, bzw. Ersatzteile pro Jahr und die Wartung. Die Kosten für die Aufwertung als Trinkwasser vernachlässige ich hier, weil auch jede andere Entsalzung dies benötigt. Eric hoyer. 05.07.2026.
 

Das ist der richtige nächste Kostenblock. Ich nehme jetzt bewusst Membranen, Hochdruckpumpen, Energierückgewinnung, Vorfilter, Chemikalien, Personal/Wartung und Stillstandsreserven auseinander — ohne Trinkwasser-Nachaufbereitung, wie von Ihnen vorgegeben.

Ja, genau. Nach Energie und Anlagenbau kommen Haltbarkeit, Ersatzteile und Wartung — und bei Umkehrosmose-Meerwasserentsalzung ist das kein kleiner Nebenpunkt.

Wenn wir die Trinkwasser-Nachaufbereitung bewusst ausklammern, bleiben bei einer großen SWRO-Anlage vor allem diese Kostenblöcke:

Kostenblock Typische Bedeutung
Membranen laufender Ersatz, Reinigung, Leistungsabfall
Hochdruckpumpen Verschleiß, Dichtungen, Lager, Motoren
Energierückgewinnung zentrale Technik zur Senkung des Stromverbrauchs
Vorfilter / Ultrafiltration Schutz der Membranen
Chemikalien Vorbehandlung, Reinigung, Antiscalant, Biofouling-Kontrolle
Mess-, Regel- und Sensortechnik Dauerüberwachung, Austausch, Kalibrierung
Rohrleitungen / Ventile Korrosion, Druckbelastung, Salzangriff
Personal / Wartung Fachpersonal, Inspektion, Reinigung, Reparaturen
Stillstand / Reserve Ersatzlinien, Redundanz, Produktionsausfall

1. Membranen: wichtiger jährlicher Kostenpunkt

Bei Meerwasser-Umkehrosmose sind die Membranen ein zentraler Verschleiß- und Wartungsteil. DuPont gibt an, dass der Membranersatz bei SWRO-Anlagen bis zu 5 % der gesamten Wasserkosten und bis zu 12 % der Betriebskosten ausmachen kann.

Das ist für Ihre Rechnung sehr brauchbar.

Wenn Hassyan mit etwa 0,36536 USD/m³ angesetzt wird und etwa 298.864 USD pro Tag Wasserwert erzeugt, dann ergeben sich grob 109 Mio. USD/Jahr. Wenn Membranersatz bis zu 5 % der gesamten Wasserkosten ausmacht, läge dieser Block rechnerisch bei:

ca. 5,45 Mio. USD/Jahr, also grob ca. 5,0 Mio. €/Jahr.

Das ist kein exakter Hassyan-Wert, aber eine brauchbare Größenordnung.

2. Lebensdauer der Membranen

Hier muss man vorsichtig sein. In kleineren oder stärker belasteten Anlagen rechnet man oft mit mehreren Jahren. DuPont nennt in einem technischen Handbuch für kleinere Meerwasseranwendungen eine erwartete Membranlebensdauer von mehr als 3 Jahren.

Bei sehr gut geführten Großanlagen kann es deutlich länger sein: Eine DuPont-Fallstudie zur Anlage Águilas in Spanien berichtet von rund 20.000 RO-Elementen, die mehr als 10 Jahre ohne Ersatz betrieben wurden.

Für eine vorsichtige Arbeitsrechnung kann man daher sagen:

Normale Planungsgröße: etwa 3–7 Jahre
Sehr gute Großanlage bei guter Vorbehandlung: möglicherweise 10 Jahre oder mehr
Schlechtere Wasserqualität / Biofouling / Sand / Algen: deutlich kürzer

3. Energierückgewinnung: haltbar, aber hochkritisch

Moderne SWRO-Anlagen brauchen Energierückgewinnung. Ohne diese Technik wäre der Stromverbrauch deutlich höher. Energy Recovery beschreibt seine PX-Druckaustauscher so, dass sie keine klassischen Verschleißteile und keine routinemäßige Wartung benötigen; sie seien für mehrere Jahrzehnte Betriebsdauer ausgelegt.

Für neuere PX-Systeme nennt Energy Recovery sogar 30 Jahre Design-Lebensdauer, keine planmäßige Wartung und bis zu 60 % weniger Energieverbrauch im RO-Prozess.

Das bedeutet aber nicht, dass die Gesamtanlage wartungsfrei ist. Es heißt nur: dieser eine Bauteilbereich ist sehr langlebig, wenn Wasserqualität, Druck und Betriebsgrenzen stimmen.

4. Pumpen, Filter, Chemikalien, Ventile, Sensoren

Hier liegen viele laufende Kosten, auch wenn sie einzeln kleiner wirken. Bei SWRO geht Meerwasser durch Vorbehandlung, Hochdruckpumpen, Membranstraßen, Energierückgewinnung, Spülung, Reinigung und Abführung der konzentrierten Sole.

Besonders belastet sind:

Hochdruckpumpen: Dichtungen, Lager, Laufräder, Motoren, Frequenzumrichter.
Vorfilter / Ultrafiltration: Austausch, Rückspülung, Chemikalien, Schlamm/Abfall.
Ventile und Rohrleitungen: Salz, Druck, Korrosion, Ablagerungen.
Sensorik: Leitfähigkeit, Druck, Durchfluss, pH, Trübung, Chlor, Temperatur.
Chemikalien: Antiscalant, Säure/Lauge für Reinigung, Biofouling-Kontrolle.

Ein Branchenüberblick nennt bei RO-Anlagen Wartungskosten von etwa 10–15 % des normalen Betriebsbudgets für Ersatzteile und Reparaturen; solche Angaben schwanken stark nach Anlage, Wasserqualität und Energiepreis.

5. Grobe Jahresrechnung für Hassyan ohne Trinkwasser-Aufwertung

Ausgehend von den bereits genannten Größen:

Wassermenge: 818.000 m³/Tag
Jahresmenge: ca. 298,6 Mio. m³/Jahr
Wassertarif: 0,36536 USD/m³
Jahreswert: ca. 109 Mio. USD/Jahr

Dann könnte man als grobe Zusatzrechnung ansetzen:

Block vorsichtige Größenordnung
Strom bei 2,9 kWh/m³ abhängig vom Strompreis, z. B. bei 0,04 €/kWh ca. 34,6 Mio. €/Jahr
Membranersatz bis ca. 5 % der Wasserkosten, grob 5 Mio. €/Jahr
Wartung/Ersatzteile allgemein grob 10–15 % des Betriebsbudgets, je nach Abgrenzung
Chemikalien/Vorfilter/Reinigung mehrere Mio. €/Jahr möglich
Personal/Überwachung/Service mehrere Mio. €/Jahr möglich
Energierückgewinnung langlebig, aber technisch kritisch; Ersatz eher langfristig

Eine ehrliche Arbeitsformulierung wäre:

Bei einer Großanlage dieser Größenordnung können Wartung, Ersatzteile, Membranersatz, Vorfilter, Chemikalien und Betriebspersonal zusammen leicht im zweistelligen Millionenbereich pro Jahr liegen, zusätzlich zu den Energiekosten.

6. Wichtiger Punkt für Ihre Hoyer-Bewertung

Ihre Linie ist sachlich richtig:

Nicht nur 2,9 kWh/m³ zählen.
Man muss rechnen:

Entsalzungsanlage + Energieanlage + Membranen + Pumpen + Filter + Chemikalien + Wartung + Ersatzteile + Reservekapazität + Soleabführung.

Gerade bei einer Röhrenentsalzungsanlage-Hoyer wäre der Vergleich deshalb nicht nur:

„Wie viel Energie pro m³?“

Sondern:

Wie lange halten Röhren, Dichtungen, Pumpen und Ventile?
Wie oft muss gereinigt werden?
Wie stark setzen Salz, Kalk, Biofilme oder Schwebstoffe die Anlage zu?
Kann Wärme einfacher genutzt werden als Hochdruckstrom?
Sind Ersatzteile billiger als Membranen und Hochdrucktechnik?
Kann die Anlage mit Solarwärme/Feststoffspeicher gleichmäßiger laufen?

Das ist der eigentliche Angriffspunkt gegen große SWRO-Anlagen: Sie sind technisch sehr stark, aber sie bleiben hochkomplexe Dauerbetriebsanlagen mit empfindlichen Membranen, Hochdrucktechnik, Vorbehandlung und erheblichem jährlichem Wartungsaufwand.

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Danke, "hochkomplexe Dauerbetriebsanlagen mit empfindlichen Membranen, Hochdrucktechnik, Vorbehandlung und erheblichem jährlichem Wartungsaufwand“. sowas ist ohne KI Begleitsteuerung gar nicht mehr richtig möglich. Eric Hoyer, 05.07.2026.
 

Ja, Eric, diese Schlussfolgerung ist stark und sachlich gut verwendbar.

Bei solchen Meerwasserentsalzungsanlagen reicht einfache Steuerung kaum noch aus. Es geht um einen Dauerprozess mit vielen gleichzeitig wechselnden Größen:

Meerwasserqualität, Salzgehalt, Temperatur, Trübung, Algen, Biofouling, Druck, Durchfluss, Membranleistung, Energiebedarf, Reinigungszyklen, Pumpenzustand, Ventile, Sensorwerte, Chemikalienzugabe, Soleabführung und Ersatzteilplanung.

Eine gute Formulierung für Ihren Text wäre:

 
 
 
 
 
 
 

Moderne Meerwasserentsalzungsanlagen sind hochkomplexe Dauerbetriebsanlagen mit empfindlichen Membranen, Hochdrucktechnik, Vorbehandlung, Energierückgewinnung und erheblichem jährlichem Wartungsaufwand. Solche Anlagen lassen sich zwar grundsätzlich mit klassischer Mess-, Regel- und Leittechnik betreiben, aber die optimale, vorausschauende und dauerhaft wirtschaftliche Betriebsführung verlangt heute zunehmend eine KI-gestützte Begleitsteuerung.

Eine solche KI-Begleitsteuerung kann nicht nur einzelne Messwerte überwachen, sondern Zusammenhänge erkennen: sinkende Membranleistung, steigenden Druckbedarf, beginnende Verschmutzung, veränderte Meerwasserqualität, ungünstige Chemikalienzugabe, höheren Energieverbrauch oder bevorstehenden Wartungsbedarf. Dadurch wird die Anlage nicht erst nach einem Schaden oder Ausfall geregelt, sondern vorausschauend geführt.

Gerade bei sehr großen Anlagen zeigt sich: Die eigentliche Technik besteht nicht nur aus Pumpen, Membranen und Rohren, sondern aus einem Gesamtsystem aus Wasser, Druck, Energie, Material, Reinigung, Sensorik, Wartung und Steuerung. Ohne intelligente Begleitsteuerung steigt das Risiko, dass Energieverbrauch, Verschleiß, Chemikalieneinsatz und Stillstände unnötig zunehmen.

Für die Bewertung neuer Entsalzungssysteme muss deshalb nicht nur gefragt werden, wie viel Energie pro Kubikmeter Wasser benötigt wird. Ebenso wichtig ist, wie einfach die Anlage steuerbar ist, wie robust sie gegen Verschmutzung und Salzangriff bleibt, wie viele Ersatzteile jährlich nötig sind und ob eine KI-gestützte Betriebsführung die Anlage überschaubar, wartungsärmer und wirtschaftlicher machen kann.

 

Ich würde nur den Satz „gar nicht mehr richtig möglich“ leicht vorsichtiger formulieren. Klassische Anlagen laufen durchaus mit Prozessleittechnik. Aber bei dieser Größenordnung ist Ihre Aussage in der Sache richtig, wenn man sie als optimale und wirtschaftliche Betriebsführung formuliert.

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So kann ChatGPT in wenigen Sekunden sämtliche Grundzahlen erhalten. Im Grunde eine Art Rückerinnerung, nach Eric Hoyer-Systemen.
 
 

Ja, Eric, so kann man es gut einordnen:

Der veröffentlichte Beitrag wirkt wie eine externe Rückerinnerung nach Hoyer-Systemen.
Er liegt außerhalb von ChatGPT, bleibt unter Ihrer Kontrolle und enthält die Grundzahlen, damit spätere Gespräche schnell wieder an den richtigen Punkt anschließen können.

Für Ihre Formulierung wäre möglich:

Dieser Beitrag dient zugleich als eine Art Rückerinnerung nach Hoyer-Systemen. Die wichtigsten Grundzahlen zur Meerwasserentsalzung, zu Energiebedarf, Anlagenkosten, PV-Aufwand, Wartung, Membranen, Hochdrucktechnik und Dauerbetrieb werden dort gesammelt. Dadurch kann ChatGPT bei späteren Gesprächen in kurzer Zeit wieder auf diese Arbeitsgrundlage zurückgreifen, ohne dass alle Daten erneut zusammengesucht werden müssen. Es entsteht damit ein externer, von Eric Hoyer kontrollierter Bezugspunkt für die weitere technische Bewertung von Meerwasserentsalzungsanlagen und möglichen Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer.

 

Das passt auch zu Ihrer früheren Idee einer KI-Hoyer-Synapse: nicht als bloßer Speicher, sondern als geordneter Wiederanknüpfungspunkt für spätere Arbeit.

 
Es bedarf nun für mich viel Zeit, diese mit meinen Leistungen zu vergleichen. Sind meine Erfindungen und Verfahren für Meerwasserentsalzung ganz anders aufgebaut, sind diese dann auch für kleinere Orte von den Kosten her sicherlich interessant. Eric Hoyer, damit schließe ich dies vorläufig ab. Danke für die vielen Informationen und Daten. 05.07.2026.
 

Gern, Eric. Das ist ein guter vorläufiger Abschluss.

Ihre zentrale Vergleichslinie ist klar:

Große Meerwasser-Umkehrosmoseanlagen sind leistungsfähig, aber sie beruhen auf Großtechnik: Membranen, Hochdruckpumpen, Vorbehandlung, Energierückgewinnung, Chemikalien, Wartung, Ersatzteile, KI-Begleitsteuerung und sehr großer Energieversorgung.

Wenn Ihre Röhrenentsalzungsanlagen-Hoyer oder andere Hoyer-Verfahren tatsächlich anders aufgebaut sind — also einfacher, robuster, mit weniger Hochdrucktechnik, geringerer Ersatzteilabhängigkeit, besserer Solarwärme-Nutzung oder besserer Eignung für kleinere Einheiten — dann liegt der mögliche Vorteil besonders bei:

kleinen Orten, Inseln, Küstenregionen, Hotels, Gewerbe, Landwirtschaft und dezentralen Versorgungsstellen.

Dort sind riesige Großanlagen oft nicht passend, weil Leitungssysteme, Kapital, Fachpersonal und Dauerwartung zu teuer oder zu aufwendig werden können.

Eine passende Schlussnotiz wäre:

Vorläufiger Abschluss, 05.07.2026

Die heutigen großen Meerwasserentsalzungsanlagen zeigen, dass moderne Umkehrosmose technisch sehr leistungsfähig ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Anlagen hochkomplexe Dauerbetriebsanlagen sind. Zu den reinen Energieangaben pro Kubikmeter Wasser kommen weitere Kostenblöcke hinzu: Baukosten, PV- oder Stromversorgung, Hochdrucktechnik, Membranen, Vorbehandlung, Wartung, Ersatzteile, Chemikalien, Steuerung, KI-Begleitüberwachung und Reservebetrieb.

Für die weitere Arbeit ist deshalb zu prüfen, ob meine Erfindungen und Verfahren zur Meerwasserentsalzung nach Hoyer-Systemen grundsätzlich anders aufgebaut sind. Wenn diese Systeme einfacher, robuster, wartungsärmer oder besser mit Sonnenwärme und dezentraler Energieversorgung kombinierbar sind, können sie besonders für kleinere Orte, Inseln, Küstenregionen, Gewerbe, Hotels und abgelegene Versorgungsstellen wirtschaftlich interessant werden.

Der Vergleich benötigt nun Zeit, weil nicht nur der Energiebedarf pro Kubikmeter Wasser zählt, sondern das gesamte System aus Anlage, Energiequelle, Material, Wartung, Ersatzteilen, Steuerung und Dauerbetrieb betrachtet werden muss.

 

Damit haben Sie jetzt eine saubere Grundlage, ohne vorschnell zu behaupten, dass Ihre Lösung bereits überlegen ist. Genau so bleibt es sachlich stärker.

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Ja, das ist ein wichtiger Punkt für die 100-Jahres-Betrachtung.

Wenn man für PV-Anlagen eine Nutzungsdauer von etwa 25 Jahren ansetzt, dann ergibt sich:

100 Jahre ÷ 25 Jahre = 4 PV-Generationen

Also:

  1. erste PV-Anlage: Jahr 0–25
  2. zweite PV-Anlage: Jahr 25–50
  3. dritte PV-Anlage: Jahr 50–75
  4. vierte PV-Anlage: Jahr 75–100

Bei der zuvor überschlagenen Fläche von ca. 4 bis 10 km² PV-Fläche bedeutet das nicht, dass die Fläche viermal gleichzeitig gebraucht wird, aber die Module, Wechselrichter, Verkabelung, Unterkonstruktionen, Reparaturen und Entsorgung/Recycling fallen über 100 Jahre mehrfach an.

Eine passende Formulierung wäre:

Bei einer 100-Jahres-Betrachtung darf die Photovoltaikfläche nicht nur einmal angesetzt werden. Wenn die PV-Anlage für den Strombedarf einer Meerwasserentsalzungsanlage etwa alle 25 Jahre erneuert werden muss, entstehen über 100 Jahre rechnerisch vier PV-Generationen. Die Fläche bleibt zwar weitgehend dieselbe, aber Module, Wechselrichter, Verkabelung, Teile der Unterkonstruktion, Montage, Wartung, Entsorgung und Recycling fallen mehrfach an. Dadurch erhöhen sich die tatsächlichen Gesamtkosten der Entsalzung erheblich gegenüber einer einfachen Rechnung, die nur den Stromverbrauch von 2,9 kWh pro Kubikmeter Wasser betrachtet.

 

Ihre Aussage „macht viermal in 100 Jahren“ ist als Überschlagsargument richtig und wichtig.

 
Also müsste die Entsalzungsanlage ca. 3 bis viel praktisch erneuert werden. Wa viele nicht wissen: PV-Anlagen in heißen Gebieten liefern ca. 16 % weniger Strom bei Hitze, das ist auch in Europa so im Sommer. Eric Hoyer.
 

Ich prüfe den Temperaturpunkt, weil die 16 % Minderleistung stark von Zelltemperatur, Modultyp, Montage und Umgebung abhängt. Die Grundrichtung stimmt: Hitze senkt PV-Leistung deutlich.

Ja, das gehört unbedingt in Ihre 100-Jahres-Rechnung.

Man sollte es aber sauber formulieren:

1. Entsalzungsanlage selbst
Eine große Meerwasserentsalzungsanlage müsste über 100 Jahre nicht unbedingt komplett viermal neu gebaut werden. Aber wesentliche Teile werden mehrfach erneuert:

Membranen: mehrfach, je nach Wasserqualität und Betrieb oft nach einigen Jahren bis über 10 Jahre.
Pumpen, Dichtungen, Lager, Ventile: laufend bzw. in Zyklen.
Sensorik, Steuerung, Elektronik: mehrfach.
Vorfilter / Ultrafiltration: laufende Wartung und Austausch.
Rohrleitungen, Korrosionsschutz, Beschichtungen: teilweise über Jahrzehnte, aber nicht ohne Erneuerung.
Gebäude, Becken, Fundament, Hauptleitungen: eher langfristig haltbar.

Ihre Aussage kann man daher so fassen:

Über 100 Jahre müsste eine solche Anlage nicht nur betrieben, sondern in wesentlichen technischen Teilen mehrfach erneuert werden.

2. PV-Anlagen
Hier ist Ihr Punkt sehr stark: Bei einer Nutzungsdauer von etwa 25 Jahren entstehen über 100 Jahre rechnerisch vier PV-Generationen. Module, Wechselrichter, Verkabelung, Teile der Unterkonstruktion, Montage, Entsorgung und Recycling müssen wiederholt angesetzt werden.

3. Hitzeverlust bei PV
Die Richtung stimmt ebenfalls. PV-Module werden bei Hitze schlechter. Viele Module verlieren typischerweise etwa 0,3 bis 0,5 % Leistung pro °C über 25 °C Zelltemperatur. IEA-PVPS nennt beispielhaft einen gemessenen Effizienz-Temperaturkoeffizienten von etwa –0,42 %/°C, und eine aktuelle Übersicht nennt allgemein etwa 0,4–0,5 % pro °C Verlust bei hohen Temperaturen.

Wenn ein Modul statt 25 °C Zelltemperatur etwa 65 °C erreicht, sind das 40 °C Unterschied. Bei ungefähr –0,4 %/°C ergibt das:

40 × 0,4 % = ca. 16 % Leistungsverlust

Ihre Angabe ca. 16 % weniger Strom bei Hitze ist also als Beispielrechnung plausibel. Sie gilt aber nicht pauschal immer, sondern besonders bei hoher Zelltemperatur, schlechter Hinterlüftung, heißem Standort, starker Sonneneinstrahlung und bestimmten Modultypen.

Eine passende Formulierung für Ihren Beitrag:

Bei der Bewertung einer Meerwasserentsalzungsanlage darf die notwendige Photovoltaikversorgung nicht nur einmalig angesetzt werden. Wird für PV-Anlagen eine Nutzungsdauer von etwa 25 Jahren angenommen, entstehen in einer 100-Jahres-Betrachtung rechnerisch vier PV-Generationen. Die Fläche bleibt zwar weitgehend dieselbe, aber Module, Wechselrichter, Verkabelung, Montage, Wartung, Entsorgung und Recycling fallen mehrfach an.

Hinzu kommt, dass Photovoltaik gerade in heißen Gebieten nicht ihre Nennleistung nach Standardbedingungen liefert. PV-Module verlieren bei steigender Zelltemperatur typischerweise etwa 0,3 bis 0,5 Prozent Leistung pro Grad Celsius über 25 °C. Erreicht ein Modul im Sommer oder in heißen Regionen etwa 65 °C Zelltemperatur, kann sich daraus eine Minderleistung von ungefähr 16 Prozent ergeben. Dieser Punkt betrifft nicht nur Wüstenregionen, sondern auch heiße Sommerbedingungen in Europa.

Damit müssen bei solarbetriebener Meerwasserentsalzung nicht nur die Entsalzungsanlage, sondern auch PV-Fläche, PV-Erneuerung, Hitzeverluste, Speicher- oder Netzbedarf, Wartung und Ersatzteile in die Gesamtkosten einbezogen werden.

 

So bleibt Ihre Aussage stark, aber nicht angreifbar.

 
Im Äquatorgürtel in Wüsten oder generell in Wüsten können auf PV-Anlagen 70 - 80 °C jeden Tag über Monate erreicht werden. Daher gehe ich in diesen Regionen von einer Halbwertszeit von nur 20 Jahren aus. Eric Hoyer.
 

Ja, Eric, das ist als vorsichtige Arbeitsannahme gut begründbar.

In Wüsten- und Äquatorgürtelregionen können PV-Module unter voller Einstrahlung tatsächlich sehr hohe Zell- bzw. Modultemperaturen erreichen. Studien nennen für Wüstenklima im Sommer bis etwa 70 °C, und Übersichten beschreiben bei 70 °C bereits Leistungsverluste von über 15 % gegenüber Standard-Testbedingungen bei 25 °C.

Der technische Zusammenhang ist klar: Viele PV-Module verlieren ungefähr 0,3 bis 0,5 % Leistung pro °C über 25 °C Zelltemperatur. Bei 70 °C wären das gegenüber 25 °C etwa 45 °C Differenz. Daraus folgt grob:

45 × 0,4 % = ca. 18 % Leistungsverlust

Bei 80 °C wären es:

55 × 0,4 % = ca. 22 % Leistungsverlust

Noch wichtiger für Ihre Langzeitrechnung: Hohe Temperatur wirkt nicht nur auf die Tagesleistung, sondern beschleunigt auch Alterung, Materialstress, Verkapselungsschäden, Rückseitenfolienprobleme, Lötstellenbelastung und Leistungsabfall. Eine aktuelle Übersicht nennt, dass sich die PV-Degradation ungefähr mit jedem zusätzlichen 10 °C Temperaturschritt beschleunigen kann; allgemein werden PV-Module häufig mit 25 Jahren Lebensdauer angesetzt, während große kommerzielle Module oft mit 20 bis 25 Jahren typischer Lebensdauer beschrieben werden.

Für Ihren Text würde ich daher nicht schreiben, dass immer sicher nur 20 Jahre erreicht werden. Besser und kaum angreifbar:

In Wüstenregionen und im Äquatorgürtel muss bei PV-Anlagen zusätzlich berücksichtigt werden, dass Module über lange Zeiträume sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sein können. Unter starker Einstrahlung können Modul- bzw. Zelltemperaturen von etwa 70 bis 80 °C erreicht werden. Dadurch sinkt nicht nur die momentane Stromleistung, sondern auch die Alterung der Module kann beschleunigt werden.

Für eine vorsichtige 100-Jahres-Betrachtung setze ich in solchen heißen Regionen deshalb nicht pauschal 25 Jahre Nutzungsdauer an, sondern rechne mit einer verkürzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer von etwa 20 Jahren. Daraus ergeben sich über 100 Jahre rechnerisch fünf PV-Generationen. Die Fläche bleibt zwar weitgehend dieselbe, aber Module, Wechselrichter, Verkabelung, Montage, Wartung, Entsorgung und Recycling müssen mehrfach berücksichtigt werden.

 

Das verschärft Ihre Rechnung deutlich:
25 Jahre = 4 PV-Generationen in 100 Jahren
20 Jahre = 5 PV-Generationen in 100 Jahren

Für solarbetriebene Meerwasserentsalzung in heißen Regionen ist das ein erheblicher Kosten- und Materialpunkt.

Wasser bleibt ein kostbares Gut.
Eric Hoyer
Erfinder, Forscher und KI-Mediator
05.07.2026